Pandabären in Schweizer Bergen ausgewildert

Neue Zuflucht für Pandas: Das Auswilderungsprojekt «PandAlps» im Schweizer Averstal hilft der gefährdeten Tierart. Neu angelegte Bambusplantagen dienen den Tieren als Nahrungsquelle und kurbeln die regionale Wertschöpfung an.

Wer durch das Schweizer Averstal wandert, trifft neuerdings auf Pandabären. Die CIPRA startete im vergangenen Jahr ein Auswilderungs- und Ansiedlungsprojekt für die gefährdeten Tiere. Aufgrund der raschen Erwärmung des Alpenraums eignet sich das alpine Klima für Pandas mittlerweile sehr gut: In ihrer chinesischen Heimat leben sie im Sommer in subtropischen Höhenlagen zwischen 2700 bis 4000 Metern, im Winter wandern sie in tiefere Lagen. Während die Hitze alpinen Wildtieren immer mehr zusetzt, kommen Pandas damit sehr gut zurecht. Eine wichtige Massnahme im Projekt ist die grossflächige Bambus-Bepflanzung im Averstal. Einerseits dient Bambus den Pandas als Nahrungsquelle, andererseits ist es ein vielseitiger und schnell nachwachsender Rohstoff. Die Produktpalette reicht von Zahnbürsten über Schneidbretter bis hin zu Textilien und Baustoffen. Regional produzierter Bambus verursacht aufgrund kurzer Transportwege einen weitaus geringeren CO₂-Fussabdruck als jener aus China und stärkt die regionale Wirtschaft. Erste Anfragen für weitere Pandabären-Auswilderungen und Bambusplantagen gibt es bereits aus Österreich und Liechtenstein.